Von Plauen nach Kühlungsborn ans Meer

Silvia, leidenschaftliche Musicalfan, wollte unbedingt Disneys „Tarzan" in der Hamburger Neuen Flora erleben. Trotz schwerer Erkrankung und kurzfristiger Ungewissheit wurde aus ihrem Wunsch ein unvergesslicher Abend in der ersten Reihe.

02. April 2026 

„Meine Physiotherapeutin wäre jetzt stolz auf mich." Das sagte Stephan, nachdem er aus eigener Kraft die zwei Etagen zur Wohnung seiner Eltern in Kühlungsborn hochgestiegen war. Was für viele nach Alltag klingt, war für unseren Fahrgast aus Plauen ein riesiger Kraftakt – und das Ziel einer Reise, die hunderte Kilometer zuvor in Sachsen begann.

Gemeinsam mit seiner vertrauten Pflegefachkraft holten unsere Wunscherfüller:innen aus Sachsen ihn in Plauen ab und machten sich auf den Weg nach Norden. Die lange Fahrt bot im geschützten Raum des ASB-Wünschewagens viel Zeit, sich kennenzulernen. Da sich einer unserer Ehrenamtlichen im Norden gut auskannte, wurde die Route kurz verlassen, um den Blick auf das Schweriner Schloss bei Sonnenuntergang mitzunehmen.

In Kühlungsborn angekommen, mobilisierte Stephan schließlich seine gesamte Energie für den Aufstieg zu seinen Eltern. Nach einem gemeinsamen Abendessen und einer Nacht im alten Kinderzimmer verbrachte die Gruppe den nächsten Tag an der Seebrücke.

Trotz des kalten Windes genoss Stephan den Spaziergang an der Seite seiner Eltern, seiner Schwester und seiner Nichte. Es war ein Tag voller Normalität, an dem bei Kaffee und Kuchen Geschichten ausgetauscht wurden. Stephan spürte dabei deutlich seine körperlichen Grenzen, doch die Zeit im Kreis seiner Lieben war jede Anstrengung wert.

Die Rückreise war ein Abschied, aber auch eine wichtige Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Ein kleines Album mit Fotos und ein Wünscheglas mit Sand und Muscheln werden Stephan nun an diesen wertvollen Ausflug erinnern …

Ein Bericht unserer Wunscherfüller:innen aus Sachsen.