Eishockeyfamilie mit Herz

Für Maik war Eishockey weit mehr als nur ein Sport. Sechs Jahre lang gehörte er als Ordner bei den EC Hannover Indians fest zur Gemeinschaft am Pferdeturm. Sein großer Wunsch: noch einmal dorthin zurückzukehren, alte Weggefährten zu treffen und gemeinsam mit seiner Familie ein letztes Spiel zu erleben. Unser Team vom ASB-Wünschewagen Niedersachsen machte sich mit ihm auf den Weg zu einem ganz besonderen Wiedersehen.

Dass es Familienpapa Maik* zum Eishockey-Spiel der EC Hannover Indians schafft, ist ein kleines Wunder. Denn am Tag zuvor ging es ihm richtig schlecht. Die Sorge um ihn war riesig. Dabei gab es da noch diesen großen Wunsch: Einmal noch auf dem Platz stehen dürfen, von wo er sechs Jahre lang als Ordner alles im Blick hatte. Tochter Maja* dabei zu haben. Seine Frau Linda*. Alte Kollegen zu treffen, die Freunde geworden sind.

Das Hospizteam vom Infinitas Hospiz in Burgwedel wusste, wie wichtig das für Maik war, und setzte alles daran, ihn stabil zu bekommen. Und es schaffte es.
Als unsere niedersächsischen Wunscherfüller Jonas und Krzysztof das Hospizzimmer betraten, war Maik reisebereit. Seine Kappe und die Ordnerjacke hatte er bereits an – er wollte los.

Am Pferdeturm angekommen, wurde es magisch: Alle freuten sich, kamen zur Begrüßung. Ordnungsleiter André hatte alles organisiert: Unsere Reisegruppe erhielt einen tollen Platz, konnte gucken, mitfiebern, feiern. Maik war mittendrin und wie ausgewechselt. Die Erkrankung machte ihn sonst oft schläfrig. Doch heute war er hellwach und fröhlich.

Unser Team merkte, wie sehr er kämpfte, um sich seinen Wunsch zu erfüllen. Er hatte Lust auf Glühwein und gefüllte Pizza. Das Spiel wurde zur Nebensache.

Und auch, dass die Indians am Ende verloren. Dann wurde es emotional. Sehr sogar: Alle Spieler fuhren an Maiks Position vorbei, klopften an die Scheibe, verabschiedeten sich.

Schließlich versammelte sich die Ordnungsdienst-Familie der EC Hannover Indians um Maik auf der Rolltrage und machte ein letztes gemeinsames Bild. Als es dann zum ASB-Wünschewagen ging, begleiteten ihn alle 20 Kollegen. Sie wussten: Maik würde nicht zurückkommen.

Was bleibt, ist ein besonderer Tag voller Nähe, Freude und gemeinsamer Erinnerungen – mit seiner Familie, seinen Freunden und seiner Eishockeyfamilie.

Ein Bericht unserer Wunscherfüller Jonas und Krzysztof aus Niedersachsen. 

*Namen geändert