
„Am 13. November startete die Fahrt mit dem ASB-Wünschewagen und uns, Anja und Jürgen und mir, in Münster. Unser Ziel war zunächst das Seniorenzentrum in Lage, wo wir sehr freundlich begrüßt und von einer interessierten Heimbewohnerin gefragt wurden: ‚Der Wünschewagen, was ist das denn?' Gerne haben wir ihr den Wagen erklärt und auch einen Blick ins Innere gewährt.
Auf der ersten Etage erwarteten uns dann unser Fahrgast Gertrud* und ihr Großneffe. Nach der Begrüßung lagerten wir Gertrud auf die Trage um und schon konnte die Fahrt in Richtung des Ortsteils Hagen losgehen. Am Ziel wurden wir herzlich von der Partnerin des Großneffen begrüßt und ins Haus geführt, wo sich Gertrud interessiert umschaute und den wunderschönen Wintergarten, in dem sie immer sehr gerne gesessen hatte, genoss. Es gab Kaffee und andere Getränke.
Nach einiger Zeit kam die Frage auf, ob wir die Gärtnerei in der Nachbarschaft, in der Gertrud viele Jahre gearbeitet hat, besuchen wollen. Gertrud war begeistert! Also machten wir uns auf den Weg und bereits nach wenigen Metern erreichten wir den privaten Hintereingang zur Gärtnerei. Schon auf dem Weg zum Verkaufsladen war die Fülle an Pflanzen im Freiland sehr beeindruckend. Im Laden wurde Gertrud dann herzlich mit innigen Umarmungen begrüßt. Es gab Sekt zur Feier des Tages und viele Erinnerungen wurden ausgetauscht.
Anschließend ging es durch alle Gewächshäuser, wo Gertrud viele Pflanzen mit Namen kannte und etwas dazu sagen konnte. Auch hier eine Fülle von Eindrücken und Erinnerungen. Nach der innigen Verabschiedung ging es zurück in die Wohnung, wo nochmals Kaffee und Kuchen für alle warteten. Ein Ehepaar aus der Nachbarschaft kam zu Besuch, worüber sich Gertrud sehr freute. ‚Du fehlst hier in der Nachbarschaft', waren sie sich einig.
Nach einiger Zeit merkten wir, dass es doch sehr anstrengend für Gertrud wurde, so dass wir langsam die Rückfahrt einläuteten. Auf dem Weg zum ASB-Wünschewagen musste noch ein neu bepflanztes Rondell auf der Terrasse ‚abgenommen' werden. ‚Das hast Du sehr gut gemacht', lautete das Lob von Gertrud an ihren Großneffen. Was alle anderen zur Freude des Großneffens nur bestätigen konnten.
Nach kurzer Fahrt kamen wir wieder am Seniorenheim an und fuhren Gertrud direkt zu ihrem Zimmer, wo sie sich dann erschöpft, aber sehr zufrieden erst einmal ausruhen wollte. Nach der herzlichen Verabschiedung mit Blümchen und Schokolade für uns Wunscherfüller:innen machten wir uns auf den Rückweg.
Für uns war es eine schöne und ergreifende Fahrt mit unserem Fahrgast, die mit ihren 94 Jahren sehr agil und unterhaltsam war. Wir wünschen ihr alles Gute für die Zukunft!"
Ein Bericht unseres westfälischen Wunscherfüllers Lothar Brunnert.
* Name geändert