Noch einmal den FC Schalke anfeuern

„Unser Fahrgast Claus wollte so gerne noch einmal seinen Verein spielen sehen, am liebsten auf Schalke. Doch viel Zeit bleib nicht mehr. So ging die Reise Ende November mit Claus zum Spiel SC Preußen Münster gegen den FC Schalke 04.

Auf der Palliativstation wurden wir von Claus' Freunden im Schalke-Trikot empfangen. Wir merkten gleich, hier liegen Freude und Trauer nah beieinander. Unser Fahrgast erwartete uns natürlich auch in seinem Schalke-Dress, doch in seinem Gesicht sah man auch Angst. Angst vor dieser letzten Reise, Angst vor dem anstrengenden Tag. Doch Claus hatte tolle Menschen und ein wundervolles Team auf der Palliativstation um sich herum. Alle sorgten mit ganzem Herzen dafür, dass er diesen Tag erleben durfte. 

Claus wurde von einem sehr guten Freund begleitet, der sich rührend um ihn kümmerte. Je näher wir dem Stadion kamen, desto mehr wuchs die Vorfreunde. Bereits im Alter von zwei Jahren wurde unser Fahrgast von seinem Vater zum ersten Schalke-Spiel mitgenommen. Daraus entstanden 50 Jahre Leidenschaft für den Verein und viele tolle Begegnungen bei all den Spielen.

Im Stadion war alles sehr gut vorbereitet. Wir durften das Match direkt am Spielfeldrand verfolgen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Stadion machten es möglich, Claus einen unvergesslichen Tag zu schenken. Den Spielern ganz nah sein, die Hymnen hören… Momente, in denen wir Claus ansahen: Hier hatte Krankheit keinen Platz, hier ging es nur um Fühlen und Freude.

Das größte Highlight folgte dann nach dem Spiel: Sowohl der Torwart als auch der Kapitän des FC Schalke kamen nach dem Spiel zu Claus und begrüßten ihn. Claus hatte vor Rührung und Freude Tränen in den Augen – dieser Moment wird immer in seinem Herzen bleiben. Der Kapitän schenkte unserem Fahrgast schließlich zum Abschied noch sein Trikot. Ein Tag, der für Claus nicht hätte schöner sein können...

Eine Woche später trat er seine letzte Reise an. Wir sind dankbar, dass wir Claus kennenlernen und diese tolle Wunschfahrt mit ihm teilen durften..."

Ein Bericht unserer westfälischen Wunscherfüllerin Nicole Petter.