Noch einmal das Zuhause besuchen

„Am 21. November 2025 trafen wir uns morgens beim ASB in Münster. Nach einem kurzen Snack, einem Kaffee und guten Wünschen machten wir den Wünschewagen startklar. Heute war ‚Frauenpower' an Bord: Claudia, Elfriede und ich.

Die Fahrt führte uns von Münster ins Pflegeheim zu Waltraud, die uns schon sehnsüchtig erwartete. In Begleitung ihres Sohnes wollte die 88-Jährige unbedingt noch einmal nach Hause. 

Nach 20 Kilometern Fahrt und je näher wir dem Ort kamen, desto interessierter und wacher schaute sie aus dem Fenster. Zuhause begrüßten uns die Schwiegertochter und der Enkelsohn. Liegend schoben wir Waltraud über den Rasen und die Terrasse ins Wohnzimmer, wo wir sie dann in ihren Rollstuhl umsetzten.

Als erstes wollte sie sich alle Zimmer in der untersten Etage anschauen. Ihr Sohn schob sie durch die Räume, Waltraud war sehr wach und man konnte sehen, wie zufrieden, aber auch traurig sie war. Später am Tisch äußerte sie den Wunsch, einen Schluck Bier trinken zu wollen. Sie saß mit der Familie vor dem Kamin und genoss das angemachte Feuer. 

Schließlich machte sich aber die Müdigkeit bemerkbar, sodass unser Fahrgast die Couch im Wohnzimmer für ein kurzes Schläfchen nutzte. Nach 20 Minuten weckten wir Waltraud und sie wollte in Begleitung des Sohnes wieder zurück auf die Pflegestation.

Im ASB-Wünschewagen schalteten wir den beleuchteten Sternenhimmel an und Waltraud verschlief zufrieden die Rückfahrt. Als wir uns im Pflegeheim von ihr verabschiedeten, wussten wir, dass diese Fahrt alle ihre Wünsche erfüllt hatte: Waltraud hatte wertvolle Zeit mit der Familie in ihrem alten zu Hause und sogar mit einem kurzen Schläfchen auf der geliebten Couch genossen." 

Ein Bericht unserer westfälischen Wunscherfüllerin Ulli Brose.