Kenneth zu Besuch auf dem Alpaka-Hof…

„Pünktlich, wie es der Fahrtenplan vorsah, holten wir zuerst die Angehörigen Beate und Britta und anschließend Kenneth, unseren heutigen Fahrgast, ab. Kenneth war früher oft auf der Halbinsel Nordstrand und vor kurzem, als er noch reden konnte, äußerte er den Wunsch, auf den Alpaka-Hof und anschließend zum Strand zu fahren. Seine engsten Freunde erinnerten sich an den Wunsch und wollten ihn nun mit uns erfüllen.

Als wir auf dem Alpaka-Hof ankamen, war Kenneths Freude nicht zu übersehen. Weitere zwei Freunde, Gabi und Jochen, warteten schon auf uns. Auch der Hofhund Fiddle und die Alpaka-Hengste Franko und Peter Pan kamen, um uns zu begrüßen. Die Hofbesitzerin brachte uns zwei Leckerli-Tüten mit Futter, das Kenneth und seine Freunde an die Tiere verfüttern und sie dabei streicheln konnten. Dann haben wir auch noch bunte Alpakastuten gesehen und gestreichelt und so manche Witze erzählt. Kenneth war berührt von dem Geschehen. Eine Träne lief ihm über die Wange. Aber als Franko aus seiner Hand fraß, war es für ihn doch etwas unheimlich. Wir veranstalteten lieber ein kleines Fotoshooting und es wurde wieder lustig, selbst Peter Pan legte sich hin und lächelte direkt in die Kamera.

Das alles machte uns hungrig und wir fuhren zum Fischbistro, wo Kenneth eine leckere Krabbensuppe genoss. Danach ging es gemütlich zum Strand, doch das Erlebte machte Kenneth so müde, dass er einschlief. Die Zeit nutzten seine Freunde für einen Spaziergang am Ufer, sie hatten dort kürzlich eine sehr gute Freundin verabschiedet und konnten die Zeit für sich gut gebrauchen. Als sie zurückkamen, fuhren wir alle zusammen nach Husum ins Restaurant, in das uns Beate eingeladen hatte, weil sie vor kurzem Geburtstag und noch keine Gelegenheit zum Feiern hatte. Vielen Dank dafür! 

Als wir ankamen, bekamen wir unerwartet Geldspenden von Passanten. Auch im Restaurant wurden wir angesprochen und erhielten erneut Geldspenden. Mit Tränen in den Augen erzählte uns der Spendende, dass seine Freundin jüngst eine niederschmetternde Diagnose bekommen hat. Ich konnte nicht anders und umarmte ihn.

An dieser Stelle bitte ich alle, die den Wünschewagen nutzen wollen: Bitte wartet nicht bis zum letzten Augenblick! Meldet Euch gerne vorher an. Die letzten Wünsche können so besser geplant werden und unsere Fahrgäste freuen sich, können vieles wahrnehmen und schöpfen daraus Kraft, die sie zum letzten Kampf brauchen. 

Nach dem köstlichen Essen in Husum wurde es Zeit, zurück zu fahren. Denn alles Erlebte hat Kenneth sehr viel Kraft gekostet, noch mehr hätte er nicht geschafft. Als er nun wieder in seinem Zimmer auf seinem Bett saß, liefen ihm die Tränen die Wangen runter. Die Dankbarkeit und das Glück, noch mal mit seinen Freunden einen wunderbaren Tag zu verbringen, drückte er ohne Worte unmissverständlich aus. Mach's gut, Kenneth!“

Ein Bericht von Kristina und Hans-Rudolf, Wunscherfüller:innen aus Schleswig-Holstein.